Karpaltunnelsyndrom Therapie
Ein Karpaltunnelsyndrom liegt vor, wenn ein Nerv im Bereich des Handgelenks (im sogenannten Karpaltunnel) eingeengt ist. Dies führt zu unangenehmen Schmerzen, Taubheitsgefühlen und Kribbeln zwischen Daumen und Mittelfinger 😔
Menschen, welche unter einem Karpaltunnelsyndrom leiden, klagen meist über eingeschlafene Hände und Schmerzen. Der Grund hierfür ist, dass bei einem Karpaltunnelsyndrom das Gewebe im Karpaltunnel anschwillt und so der Druck auf den dort verlaufenden Mittelnerv ansteigt.
Über- und Fehlbelastungen können eine Ursache für die Beschwerden sein, die sich bei einigen Patienten bei Belastung auch noch verstärken.
Aber auch bestimmte Krankheiten können ein Karpaltunnelsyndrom begünstigen:
☝️ Rheuma
☝️ Diabetes mellitus
☝️ häufige Sehnenscheidenentzündungen
Manche Betroffene haben über einen langen Zeitraum nur leichte Schmerzen, die immer wieder verschwinden. Andere leiden unter dauerhaften Schmerzen. Ist die Erkrankung schon weit fortgeschritten, kann es sein, dass sich die Hand dauerhaft taub anfühlt.
Bei einem hartnäckigen Karpaltunnelsyndrom kann eine Operation manchmal nicht vermieden werden. Hierbei wird das Karpalband durchtrennt, welches sich quer über den Handwurzelknochen spannt. So wird der Mittelnerv entlastet. Ob eine Operation sinnvoll ist, muss individuell betrachtet werden.
Die Diagnose wird durch eine Untersuchung beim Arzt gestellt. Um diese zu sichern und festzustellen, wie stark die Schädigung der Nerven ist, wird eine elektrophysiologische Untersuchung durchgeführt. Dabei wird die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen. Sinkt diese stark, ist die Schädigung des Nervs stark fortgeschritten.
Um ein Karpaltunnelsyndrom zu behandeln, eignen sich folgende Therapien:
🌿Schienen
Ist die Nervenschädigung nur leicht ausgeprägt, so wird der Arzt es wahrscheinlich erstmal mit einer Handgelenkschiene für die Nacht versuchen.
🌿Kortisontherapie
Auch das Verabreichen von Kortison kann hier sehr hilfreich sein. Bedenken Sie, dass eine solche Behandlung nur wenige Tage durchgeführt werden sollte ☝️Das Kortison kann in Form von Tabletten eingenommen oder als Spritze in den Karpaltunnel verabreicht werden.
🌿Physiotherapie
Begleitend zu den anderen Maßnahmen, können Übungen und Physiotherapie sich sehr positiv auswirken. Diese sollten über mehrere Wochen nach der ärztlichen Behandlung durchgeführt werden.
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Das Karpaltunnelsyndrom (CTS) ist eine der häufigsten Erkrankungen im Bereich der Hand und betrifft den Nervus medianus, der durch den engen Karpaltunnel am Handgelenk verläuft. Typische Symptome sind Kribbeln, Taubheitsgefühl und Schmerzen, die vor allem nachts oder bei bestimmten Tätigkeiten auftreten.
Viele Menschen berichten, dass das Gefühl in den Fingern – insbesondere im Daumen, Zeige- und Mittelfinger – nachlässt oder sich wie „eingeschlafen“ anfühlt. In fortgeschrittenen Fällen kann es sogar zu einer Schwäche der Handmuskulatur und Schwierigkeiten beim Greifen kommen.
Die Diagnose des Karpaltunnelsyndroms erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus ärztlicher Untersuchung und speziellen Tests. Der Arzt prüft die Beweglichkeit und das Gefühl in der Hand, achtet auf Veränderungen wie Schwellungen oder Entzündungen und führt gezielte Tests wie den Phalen-Test oder den Tinel-Test durch, um die Funktion des Nervus medianus zu überprüfen. Diese Tests helfen, die Einengung des Nervs im Karpaltunnel zu erkennen.
Um die Schwere der Erkrankung und mögliche Schädigungen der Nerven genauer zu bestimmen, werden häufig elektrophysiologische Untersuchungen wie die Elektroneurographie (ENG) und die Elektromyographie (EMG) eingesetzt. Dabei wird die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen, um festzustellen, wie stark der Nervus medianus bereits beeinträchtigt ist. In manchen Fällen kann eine Bildgebung, zum Beispiel eine Ultraschall- oder MRT-Untersuchung, sinnvoll sein, um andere Ursachen für die Beschwerden auszuschließen und die Strukturen im Bereich des Karpaltunnels genauer zu beurteilen.
Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um dauerhafte Schäden am Nervus medianus zu vermeiden und die Funktion der Hand zu erhalten. Je nach Ausprägung der Symptome und dem Ergebnis der Untersuchungen empfiehlt der Arzt eine passende Behandlung. In vielen Fällen helfen konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, das Tragen einer Schiene oder gezielte Übungen, die Beschwerden zu lindern. Bei schweren Verläufen oder wenn die konservative Therapie nicht ausreicht, kann eine Operation notwendig werden. Dabei wird das Retinaculum flexorum, das sogenannte Karpalband, durchtrennt, um den Druck auf den Nerv zu verringern und die Handfunktion wiederherzustellen.
Gerade bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden ist es wichtig, einen Spezialisten für Handchirurgie aufzusuchen. Ein erfahrener Arzt kann die beste Therapie für den individuellen Fall auswählen und so dazu beitragen, dass Schmerzen, Taubheitsgefühl und Funktionseinschränkungen im Bereich der Hand möglichst schnell gelindert werden.
Beim Karpaltunnel spricht man von einem Kanal im Bereich der Hand.
Dieser liegt an der Innenseite vom Handgelenk, auf Höhe der Handwurzelknochen.
Durch ihn verlaufen Sehnen und der Nervus medianus, der sogenannte Mittelnerv. Dieser ist für die Versorgung des Daumenballens und von Teilen der Hand verantwortlich.
Beim Karpaltunnelsyndrom schwillt das Gewebe im Karpaltunnel an und der Mittelnerv gerät dadurch unter Druck.
Diese Beschwerden treten auf:
📍 Schmerzen in den Fingern oder sogar in der kompletten Hand, die auch in den Arm ausstrahlen können.
📍 Empfindungsstörungen: Es kommt zu Taubheitsgefühlen und zu Kribbeln in der Hand. Meist sind Daumen, Zeige-, Mittel- und Ringfinger betroffen.
Sind die Schmerzen leicht bis mittelstark, so reicht meist schon die Behandlung mit einer Schiene aus. Bei stärkeren Beschwerden sollten Sie mit einem Arzt Rücksprache halten.
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